Ich habe das Privileg, in ein schönes Zuhause zu kommen.
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir über die kirchlichen Wohnraumoffensive und ehrenamtliches Engagement.
Wie kann Leerstand reduziert werden? Wie können Menschen unterstützt werden, ein schönes Zuhause zu finden? Daniel Anselm, Sozialarbeiter bei der Caritas Heilbronn-Hohenlohe, erzählt in dieser Folge, warum Wohnungen vermitteln mehr ist als reine Verwaltung. Oft steckt hinter Wohnraum mehr als nur ein Platz zum Leben und Schlafen. Welche Sorgen und Ängste beschäftigen Wohnungssuchende, Eigentümerinnen und Eigentümer? Er berät, erklärt Basics zum Thema Wohnen, besucht die Menschen in der Wohnung. Bis zu einem Jahr nach einem Mietverhältnis ist er mit beiden Parteien im Kontakt. Er sieht dabei das Wohnraumoffensive-Projekt als Chance, dass mehr als nur ein Mietverhältnis entstehen kann.
Außerdem erzählt Daniel, warum er sich als Mitglied im Kirchengemeinderat der evangelischen Kirche Heilbronn und als Vorsitzender des Sontheimer Gemeindearbeitskreises ehrenamtlich engagiert. Mehrere Jahre war er Vorsitzender der Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde. Wie er über die Jugendarbeit und die Motivation, etwas von innen zu verändern und mitzuentscheiden, dort gelandet ist, erfahrt ihr in dieser Folge. Denn Daniel ist sich sicher: Junge Menschen haben Ahnung und es ist sinnvoll sie einzubinden.
Mit HOLY.BRONX macht sich Sarah Harst auf die Suche nach Menschen und ihren Geschichten. Sie fragt, was heute wichtig, wertvoll und heilig ist oder sein könnte.
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Dieser Podcast ist Teil des wirdwas.fyi-Netzwerks für junge Erwachsene in der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen bei Holy Prongs, der Podcast aus in und um halb ron.
00:00:05: Bei dem ich mich auf die Suche mache nach den Geschichten aus dem Leben von jungen Menschen ihrem Glauben und was sich so bewegt.
00:00:12: Und ich freue mich heute, den Daniel zu Gast zu haben.
00:00:16: Daniel stelle ich doch mal vor wer bist du?
00:00:18: Und was machst du es so?
00:00:20: Also ich heiße Daniel Ansem.
00:00:21: Ich bin dreißig Jahre alt und arbeite jetzt seit knapp über fünf Jahren bei der Caritas als Sozialarbeiter.
00:00:29: Ich bin ein richtiger Heilbronner, beziehungsweise ein Sonntalber eigentlich.
00:00:33: Genau und ich wurde gefragt ob ich mal Lust hätte, etwas über meine Tätigkeit und mein Ehrenamt zu berichten, zu erzählen.
00:00:43: Deswegen bin ich heute hier!
00:00:45: Schön das freut mich und wir haben uns ausgesucht die Wohnraumoffensive darüber heute zu sprechen.
00:00:51: du bist ja etwa zur Hälfte in der Wohnraum Offensive bei der Karitas tätig und auch noch in der Migrationsberatung.
00:00:59: Und da das Thema Wohnen ja auch, gerade für junge Menschen interessant ist und ein zentrales Thema.
00:01:06: Auch wenn man in der Ausbildung im Praktikum und im Studium ist, dachte ich mir, da spreche ich mal heute drüber was es eigentlich so ist?
00:01:14: Genau vielleicht kannst du uns einfach mal kurz vorstellen, was das eigentlich bedeutet Wohnraumoffensive.
00:01:21: Es klingt immer so als würden wir jetzt hier aktiv vorangehen und offensiv irgendwas tun.
00:01:27: Der Grundgedanke ist, es gibt Leerstand sowohl in Hybron als auch in allen anderen Städten aber eben auch im ländlichen Raum.
00:01:36: Und wir würden gerne gucken was kann man tun um Leerstand zu vermeiden und wie kriegen wir's hin dass Wohnungen die leer stehen wieder vermietet werden also das dann neues Mietverhältnis beginnen kann?
00:01:49: Das ist so der Grundgedanche und der Gedanke dahinter ist natürlich Es gibt sehr viele Leute die Wohnraum suchen Zum Teil zum Beispiel kleineren Wohnraum suchen, weil sie eine Wohnung haben die zu groß oder zu teuer ist.
00:02:02: Die sagen Sie brauchen größeren Wohnraum, weil jetzt Zuwachs kommt und die Partnerin ist schwanger.
00:02:06: Oder auch einfach der Ort passt nicht.
00:02:09: Wir wohnen hier in einem Ort, in dem wir zwar sehr gerne gewohnt haben aber beruflich oder aufgrund von Schule- und Kindergarten sind wir jetzt in einer Situation wo wir einen anderen Wohnort suchen Und dann wenden sich die Leute an uns, genauso wie natürlich auch an Organisationen wie die Stadtsiedlung oder GEWO.
00:02:27: Das heißt dann ganz konkret du bist sowohl mit den Wohnungssuchenden als auch mit den potenziellen zukünftigen Wohnungseigentümern oder hauseigentümerinnen in Kontakt und ihr versucht da quasi Brücken zu schlagen?
00:02:44: Also nicht nur mit potentiellen Eigentübern sondern tatsächlich mit Personen, die Immobilien besitzen.
00:02:51: Der Gedanke ist der.
00:02:53: Es gibt sehr viele Sorgen und es gibt sehr viel Ängste, die die Leute haben wenn sie ein Mietverhältnis starten möchten.
00:03:00: Und oftmals ist auch so das Vermieter teilweise schon schlechte Erfahrungen gemacht haben und deswegen sagen Die Wohnung ist abbezahlt.
00:03:06: ich lasse die jetzt erstmal lieber leer stehen als dass Ich mir den ganzen Stress machen muss.
00:03:11: und einerseits kann ich das zwar sehr gut nachvollziehen Andererseits ist halt das Problem.
00:03:16: Es gibt einen sehr hohen Bedarf an Wohnraum hier in Hybron.
00:03:19: In der Stadt sowieso am besten auch noch ein bezahlbaren Wohnraum, der ist dann nochmal knapper.
00:03:24: und dementsprechend war so unser Ansatz dass wir gesagt haben okay für die Fairmieter ihr seid nicht komplett alleine in diesem Ding sondern ihr habt ein Partner an der Seite der sich ein bisschen auskennt der die potenziellen Mieter auch vorher mal durchgecheckt hat, der bei den Leuten mal zu Hause war gesehen hat.
00:03:44: Wie sieht's denn vor Ort aus?
00:03:46: Der mit denen drüber gesprochen hat wie die Finanzen gerade aussehen ob alles passt und der dann einfach noch zusätzlich zu euch eine zweite Meinung abgeben kann und gucken kann okay welcher Mieter würde denn überhaupt passend für die Wohnung?
00:04:00: weil abgesehen von den Financen ist natürlich auch sowas wie die Größe der Wohnungen Lage Bus Anbindung Das ist alles relevant und das sind alles Punkte, die ich sozusagen vorher einmal durchchecke mit dem Mieter oder mit den potenziellen Mietern.
00:04:15: Und dann gucke ich für die Wohnung, die sie eben haben ob zum Beispiel der Preis angemessen ist oder ob ich es für zu teuer finde und welcher Meter für die Wohnung dann eben passen würde.
00:04:26: Das ist so was wir für die Fair-Mieter Seite anbieten.
00:04:29: dadurch kann dann halt ein ganz normales Mietverhältnis stattfinden.
00:04:33: Das klassische unbefristete Mietverhältnis zwischen Meter und Vermieter.
00:04:37: Und wir betreuen das dann noch für ein Jahr, falls es eben am Anfang irgendwelche Probleme geben sollte kann man sich an uns wenden sowohl Meter als auch Vermietern und nach einem Jahr wenn es dann funktioniert hat ziehen wir uns zurück weil wir einfach der Meinung sind wenn das ein Jahr funktioniert dann braucht's uns so in der Form an dem Punkt nicht mehr.
00:04:56: Das heißt aber, du bist dann ziemlich viel auch im Stadt- und Landkreis Heilbronn wahrscheinlich unterwegs.
00:05:01: Und führst Gespräche?
00:05:02: Und das ist wahrscheinlich auch so der Teil deiner Tätigkeit, warum es dich als Sozialarbeiter braucht und nicht nur als Verwalter der Mietverträge erstellt und vermittelt.
00:05:12: oder wie kann ich mir das vorstellen?
00:05:14: Also ich habe im Dezember mal meine Reisekostenabrechnung gemacht und hab festgestellt seitlich bei der Wohnraumoffensive bin die Kilometer sind deutlich gestiegen!
00:05:25: Ja, also ich bin ziemlich viel mit dem Auto unterwegs.
00:05:27: Wenn es hier im näheren Stadtkreis ist ... Ich hab meinen E-Bike, mit dem ich viel fahre, dann nutze ich das.
00:05:33: Genau!
00:05:33: Ich fahr zu den Vermietern nach Hause, also zu der Wohnung die sie vermieten wollen und schaue mir das vor Ort an dass ich auch ne Ahnung habe von was sprechen wird.
00:05:41: in überhaupt in welchem Zustand ist die Immobilie?
00:05:45: Ich fahr aber auch zu den Mieter nach hause, den potenziellen Mietern Und schau mir eben an in was Verhältnissen leben.
00:05:53: ist die Wohnung aufgeräumt, lebt da zum Beispiel ein Hund von dem ich vorher nichts wusste.
00:05:58: Das sind so Dinge, die ich mir anschaue und gehe dann eben ins Gespräch mit beiden Parteien das man eben gucken kann.
00:06:04: was sind die Bedürfnisse?
00:06:05: Also beim Mieter ist zum Beispiel in den letzten Jahren immer häufiger das Thema Barrierefreiheit.
00:06:11: wir haben oftmals ältere Personen die eine kleinere Wohnung suchen aber die sagen ja so bis erste Obergeschoss würde noch gehen alles was höher ist da bräuchts einen Aufzug.
00:06:20: Das sind z.B.
00:06:21: so Themen, die man mit den Leuten durchspricht.
00:06:23: oder halt die Frage in welchem Ort würden die Leute gerne wohnen?
00:06:28: Wie stellen sie sich das vor?
00:06:29: gibt es eine Bus- und Bahnanbindung oder haben die Leute selber einen autohunden?
00:06:32: Führerschein Schule Kindergarten genau das sind alles so Themen die man dann vor Ort mit den potenziellen Mieter spricht.
00:06:40: doch Und ein paar Termine mache ich auch bei mir im Büro also alles was in der Nähe ist.
00:06:46: da lade ich die leute gerne zu mir ins Büro ein.
00:06:50: Ansonsten reicht mir die Zeit von uns hinten nicht.
00:06:52: Das kann ich mir vorstellen!
00:06:55: Ja genau, also da ist ja auch unser Gespräch heute zustande gekommen.
00:06:58: wir sitzen beide im Heinrich-Frieshaus am Bahnhof und sind in der Tiefgarage dann noch mal näher ins Gespräch gekommen.
00:07:07: Genau so schafft man Begegnungen.
00:07:11: Ich würde jetzt interessieren Du arbeitest ja auch mit Migrantinnen und Migranten beziehungsweise Menschen mit Fluchterfahrung Und auch mit der Wohnraumoffensive.
00:07:21: hat sich dein Blick auf Wohnung zu Hause und so durch die Arbeit verändert.
00:07:29: Also das eine ist, man erlangt mehr Wissen in dem Bereich.
00:07:35: Klar wie bei jedem Beruf wenn ich irgendeinem Beruf anfange zu arbeiten und dort längere Zeit arbeite dann weiß ich mir über das Grundthema dieses Berufs Dann habe ich davon ein bisschen mehr Ahnung, dann kann ich auch einschätzen ob acht Euro oder fünfzehn Euro den Quadratmeter für einen Mietpreis angemessen sind.
00:07:52: Oder eben auch nicht?
00:07:53: Also das ist das eine sozusagen der rein fachliche Blick.
00:07:56: Das andere ist dass man immer mehr merkt in welche Richtungen sich das Thema Wohnen so langsam verschiebt oder welche Tendenzen es hat.
00:08:06: also wir haben immer mehr den Trend Dass Personen immer weniger Wohnraum brauchen.
00:08:12: Das eine ist so ein minimalistischer Gedanke.
00:08:14: Brauche ich denn tatsächlich so viel Wohnraum, der aber sehr oft auch gekoppelt ist an kann nicht mehr soviel Wohnraum überhaupt leisten.
00:08:21: also Geld spielt in dem Thema spielt bei dem Thema eine immer größere Rolle.
00:08:28: Miete macht einen immer größeren Teil unserer Ausgaben inzwischen aus.
00:08:34: dementsprechend ja der Fokus verschiebt sich mehr zu ... Was weiß ich denn tatsächlich?
00:08:42: und weniger zu, was hab ich irgendwo mal gehört?
00:08:44: Und was ist so Bauchgefühl.
00:08:46: Sondern tatsächlich ... Mehr zu den Fakten und mehr zu den tatsächlichen Erfahrungen, wo man vorher halt nur irgendwo mal irgendwas gehört hat.
00:08:55: Das andere ist, man kriegt natürlich sehr viel mit auch an Einzelschicksalen, an Geschichten die einem von Mieter- und Vermietern erzählt werden.
00:09:04: Auch da als Sozialarbeiter ein bisschen das offene Ort zu haben gleichzeitig auch in beratender Funktion ein bisschen dazu sein, in groben Zügen mal zu erklären.
00:09:13: Was ist denn überhaupt Mietrecht?
00:09:14: Wie sieht meine rechtliche Situation aus?
00:09:17: auf was habe ich Ansprüche und was für Hilfsangebote und Unterstützungsangebotes gibt es denn?
00:09:21: genau das sind alles so Dinge die kommen halt im Laufe der Arbeit.
00:09:24: Die hab' ich jetzt sozusagen in den letzten Jahren bemerkt ja vermehrt.
00:09:28: bemerk
00:09:30: Und würdest du dann auch sagen dass sich für dich ganz persönlich irgendwie dein Dein Verhältnis oder deine Sicht auf ein Zuhause, vielleicht auch das du gemerkt hast.
00:09:41: Okay wenn deine eigene Wohnung kommst oder in deine gemietete Wohnung, dass sich da was verändert hat?
00:09:49: Dass sich so für dich persönlich daraus andere Kriterien vielleicht auch oder einfach ein anderes Gefühl ergeben hat?
00:09:59: Also was sich verändert hat ist eine ist Das Gefühl der Sicherheit, dass ich mit einer Mietwohnung hab hat bei mir persönlich ein bisschen abgenommen.
00:10:09: Weil früher war das so, ich bin davon ausgegangen und in dieser Miet-Wohnung.
00:10:12: Ich kann dort wohnen bis zum St.
00:10:14: Nimmerleinstag oder es ist auch nicht so, dass mein Vermieter das irgendwie anders kommuniziert hätte oder es tut aber desto häufiger Mann halt Personen erlebt und Personen trifft, bei denen ein Mietverhältnis beendet wurde Und die dann gucken mussten ja wie komme ich denn jetzt irgendwo unter?
00:10:33: dass du präsenter ist der Gedanke einfach bei einem Hinterkopf.
00:10:36: Wie gesagt, betrifft mich theoretisch nicht.
00:10:38: ich habe kein Problem mit dem Vermieter.
00:10:40: Mietvertrag läuft aber der Gedank ist natürlich trotzdem ständig im Hinterkopp.
00:10:45: und gleichzeitig worüber ich mir früher gar keine Gedanken gemacht hab is so das Thema Staffelmiete zum Beispiel Dass sich meine Miete oder allgemein Mied-Erhöhungen weil ich mir so früher immer dachte, naja, ich wohne jetzt in der Wohnung.
00:10:58: Solange da nichts groß gemacht wird hat mein Vermieter keine Extra-Kosten sonst wie.
00:11:02: Dementsprechend verstehe ich auch nicht, wie die Miete steigt.
00:11:04: Das ist etwas was tatsächlich immer üblicher wird das entweder Mieterhöhungen oder das Staffelmiete und ähnliches kommt, weil gesagt wird marktübliche Preise der Wert von Immobilien steigt.
00:11:16: Und ich verstehe irgendwo auch dass ein Vermietter sagt okay Er möchte natürlich entsprechend auch etwas höhere Einnahmen haben, wenn der Wert seiner Immobilie steigt.
00:11:25: Genau das sind Dinge die habe ich früher einfach nie auf dem Schum gehabt.
00:11:28: da hat man sich keine Gedanken darüber gemacht bis man es halt wirklich dann irgendwie mal im Gespräch mit den Leuten mitbekommt ohne dass man das jetzt irgendwie wertend weil ich hab das auch bei Vermietern die sagen ich habe eine kranke Mutter zum Beispiel ich brauche die Wohnung für Eigenbedarf also das ist ja meistens nicht irgendwie aus der Luft gegriffen und vollkommen frei erfunden.
00:11:47: Warum ein Vermieter derartige Maßnahmen darauf zugreift?
00:11:51: Aber ich hab das früher nicht auf dem Schirm
00:11:52: gehabt.".
00:11:54: Ja, kann ich mir vorstellen... Und die Wohnraumoffensive ist ja auch eine Art Kooperation mit Kirchengemeinden.
00:12:01: hat sich da vielleicht so das ein oder andere draus hergegeben wo du sagst okay es war voll wertvoll da auch mit den Kirchen Gemeinden in Kontakt zu sein dass sich über diese Schiene irgendwie neue Möglichkeiten ergeben haben?
00:12:15: Also ich muss dazu kurz erklären, die Wohnraumoffensive, manchmal auch kirchliche Wohnraum- offensive wird es über Kirchenmittel finanziert.
00:12:24: Deswegen ist es natürlich schon sinnvoll dass wir auch sagen ja lass mal in die Kirchen gehen und las mal in den Gemeinden gehen damit wir einfach ein bisschen bekannter werden.
00:12:31: Wir haben das auch immer mal wieder, dass ich in Gottesdiensten auftrete und dort einfach erkläre was genau wir machen.
00:12:37: Weil die Schwierigkeit ist... Ich sage immer es gibt keine WhatsApp-Gruppe für Leute, die eine Immobilie besitzen, die gerade leer steht sondern ich muss irgendwie bekannter werden und muss irgendwie versuchen dafür zu sorgen, dass die Leute von mir zumindest mal gehört haben oder von unserem Projekt deswegen sind wir eben auch im Kirchengemeinden immer einmal wieder aktiv kommen zu Gottesdienten wenn zum Beispiel auch Karitas Sonntag ist ein ähnliches.
00:12:59: Und es kommt auch immer wieder zu Vermietungen, dass eben Personen im Gottesdienst von uns gehört haben oder von anderen Gemeindemitgliedern was erzählt wurde und das sie dann auf uns zukommen und sagen hey ich hab da was.
00:13:12: Ich habe eine Immobilie.
00:13:13: die steht jetzt schon länger leer.
00:13:15: wir haben uns eigentlich keine Gedanken mehr gemacht in den letzten Jahre.
00:13:17: aber jetzt wo wir's gehört haben hätten so Interesse daran Mietverhältnis zu organisieren.
00:13:25: Das heißt ja wahrscheinlich auch nicht Ich sag jetzt mal, wenn man mit dir einmal ein Gespräch hatte, dass man dann sofort unbedingt seine Wohnung auch vermieten muss.
00:13:35: Oder ist das angetan?
00:13:37: Also
00:13:38: ihr macht ja keiner mit mir irgendwie einen Kaufvertrag oder ähnliches.
00:13:42: also ich gehe zu den Leuten... Also zuerst quatsche ich mit dem entsprechenden Vermieter, wenn er Interesse hat mich kann man anrufen, mir eine Mail schicken sonst wie mich erreichen, dann telefonieren wir mal und treffen uns in Persona.
00:13:56: Im besten Fall gleich in der Immobilie.
00:13:58: Dann sprechen wir drüber was der Vermieter an Vorstellungen hat, was ich an Vorstellung habe.
00:14:03: Wenn das passt gerne, freu' ich mich wenn da ein Mietverhältnis zustande kommt.
00:14:09: Wenn's nicht passt, haben wir ein gutes Schwätzchenkalten ... Ich bin vielleicht trotzdem ein bisschen wehkanter geworden aber es ist jetzt nicht so dass man sich sofort verpflichtet nächste Woche muss die Immobilie Besen rein vermietet werden.
00:14:26: Nee, es ist mir tatsächlich auch lieber wenn wir ein bisschen mehr Zeit haben.
00:14:31: Wir haben nämlich immer mal wieder anfragen dass Leute sagen so ich habe eine Leerstehende Immobilier da ist jemand ausgezogen und Ich würde die gern in ein zwei Monaten wieder vermieten.
00:14:40: Das ist ja eigentlich nicht Leerstand sondern das ist jemand ausgezogen Jemand Neues zieht wieder.
00:14:44: ein Grundgedanke ist ja mehr dass wir sagen wir gucken bei Immobilien die wirklich schon länger leer stehen dass man die wieder vermietet zu einem sozialen Preis.
00:14:53: Und wenn jetzt ein Vermieter kommt und sagt, ich würde gerne in einem halben Jahr... Wir müssen jetzt die Wohnung irgendwie noch umbauen vielleicht eine Küche einbauen sonst wie unten im Halbenjahr würde ich sie gerne vermieten.
00:15:03: Dann ist es für mich wirklich super weil Ich habe sehr viele potenzielle Mieter.
00:15:09: Die haben halt den klassischen Mietvertrag so drei Monate Kündigungsfrist.
00:15:13: Wenn ich denen sage so in zwei Monaten könntest du einziehen dann sitzen die halt auch erst mal da und überlegen sich Kann ich den einen Monat doppelte Miete zahlen?
00:15:20: Ja.
00:15:21: Im schlimmsten Fall vielleicht sogar zwei Monate doppelten Miete bezahlen, deswegen es ist nicht verpflichtend wenn ich vorbeikomme dass sofort was stattfindet und ich freue mich immer über Angebote mit viel Vorlauf!
00:15:32: Sehr gut also.
00:15:34: das heißt die Message in Gespräch lohnt sich mal und dann kann man drüber gucken was daraus wird.
00:15:40: Definitiv
00:15:41: Und ich habe jetzt als Abschluss dieses ersten teils die Frage Erzähl doch mal von deiner schönsten Begegnung oder deinem ... Erlebnis, was dich aus dieser Zeit in der du jetzt dort aktiv bist.
00:15:54: Am meisten berührt, bewegt, positiv erfreut hat.
00:16:00: Vielleicht gab's da so den einen oder anderen Moment, den du dir vorstellen könntest mit uns zu teilen?
00:16:08: Auf einen das zu beschränken ist schwierig!
00:16:10: Dann eben einen von den vielen...
00:16:15: Also das eine is'.
00:16:17: Wir haben ein sehr bunt gestreutes Klientel.
00:16:24: Also bei uns kommen Leute aus allen Altersgruppen, aus allen sozialen Schichten mit Migrationshintergrund ohne Leute die Vollzeit arbeiten und Bürgergeld beziehen also wirklich sehr bündig gemischt weil das Thema Wohnraum einfach alle betrifft.
00:16:41: Wir hatten einen Einfall, da ging es um Familiennachzug.
00:16:44: Also ein Vater der hier in Deutschland ist, arbeitet vollzeit, spricht Deutsch ... Der hat eine Wohnung gefunden und konnte dadurch eben dann die Familie nachholen, seine Frau und seinen Sohn.
00:16:56: Das ist so das Eine, wo man merkt, dass an Wohnraum oftmals noch deutlich mehr hinten dranhängt.
00:17:02: Es ist nicht bloß ich hab jetzt ein Dach überm Kopf sondern ich habe ne langfristige Perspektive Ich hab nen sicheren Ort für mich für vielleicht auch meine Angehörigen, wenn ich mit Leuten zusammenwohne.
00:17:12: Das ist so das eine was für mich immer besonders ist weil's halt nicht nur rein finanzielle Transaktionen und ich hab jetzt ein Dach über den Kopf sondern da steckt halt deutlich mehr dahinter.
00:17:23: Das andere is' Wenn aus Mieter- und Vermieter, wenn sich zwischen den beiden auch noch mal ein gutes Verhältnis entwickelt.
00:17:32: Weil normalerweise ... Ich hatte das mal bei einer Wohnung in der ich früher gewohnt habe.
00:17:36: Irgendwann hab ich den Fährmieter mal angerufen.
00:17:39: Wir haben glaubt seit drei Jahren nichts mehr voneinander gehört und er hat schon geahnt, okay, ich vermute mal es geht um eine Kündigung weil du bist ein optimaler Mieter!
00:17:46: Ich habe seit Jahr nix von dir gehört.
00:17:48: Miete kommt pünktlich rein.
00:17:49: Fertig!
00:17:50: Das ist natürlich auch toll.
00:17:51: aber es gibt halt auch Fälle wo persönliche Schicksale bei den Mietern noch dran gekoppelt sind und wo die eben sehr froh sind dass so ein Mietverhältnis stattfindet und wo dann aber auch ne sehr starke Verbundenheit zwischen Mieta-und Fermitter stattfinden kann, wo es dann auch um so Sachen wie Räumdienst oder mal Kehrwoche und ähnliches, wo man sich halt gegenseitig unterstützt.
00:18:13: Wenn der Vermieter im Urlaub ist, dann kommt er vorbei, gibt mir die Schlüssel und ich gehe halt zweimal die Woche und gießt die Blumen und leere den Briefkasten und habe privat auch ein bisschen mit ihm zu tun.
00:18:22: Das sind also Momente, die mir tatsächlich sehr gefallen weil man da halt merkt wir haben hier nicht nur einen reinen Mietvertrag zustande gebracht, sondern wir haben hier halt irgendwo auch ein soziales Umfeld und Kontakte mitgeknüpft.
00:18:36: Ja und das macht ja irgendwie zu Hause auch aus?
00:18:39: Ja!
00:18:42: Schön, danke dir!
00:18:45: Genau jetzt hast du ja vorhin schon erzählt dass du aus Sonntheim
00:18:49: kommst
00:18:50: und dort auch schon länger wohnen und auch echter Halbronner bist.
00:18:58: Jetzt engagierst du dich ja tatsächlich auch in Sonntalm ehrenamtlich im Kirchengemeinderat und wahrscheinlich auch drum rum.
00:19:06: Also ich habe vorhin schon mit dir gesprochen, du warst sechs Jahre lang, bist schon seit sechs Jahren im Kirchengemeinderat dieses Jahr wieder neu gewählt worden.
00:19:15: Stimmt so nicht ganz!
00:19:16: Ich bin schon länger im Kirche Gemeinderat aber ich war jetzt sechs Jahre als Vorsitzender in dem Gremium tätig.
00:19:22: Ich habe nicht angefangen und bin sofort Vorsitzender geworden.
00:19:26: Das ist jetzt meine dritte Amtszeit, Kirchenwahlen waren erst kürzlich im Dezember genau.
00:19:36: Das heißt aber wenn du die Dritte Amtperiode Kirchengemeinde Rat bist dann bist du ziemlich jung Kirchengemeinde Rat geworden oder?
00:19:44: Also Amtszeiten sind sechs Jahre.
00:19:46: ich bin dreißig Ja, so vor ... Ich glaub es waren neun Jahre etwa.
00:19:50: Mit Anfang zwanzig bin ich in den Kirchengemeinderat nachgewählt worden.
00:19:56: Jemand hat den Kirchengemeinderat verlassen aus Altersgründen und war auch abgesprochen oder bekannt.
00:20:02: Und dann bin ich einfach nachgerückt.
00:20:04: Was hatt dich damals motiviert?
00:20:07: Ich hab damals noch sehr viel Jugendarbeit gemacht in der Kirche da als Betreuer mitgeholfen Also ich hab eine Freizeit geleitet zum Beispiel.
00:20:19: Ich war da ziemlich aktiv und das Problem war für mich irgendwann, dass ist zwar alles schön und gut was ich auf der Jugendebene mache aber ich habe dann nichts mit zu entscheiden sondern die eigentlichen Entscheidungen werden im höheren Gremium entschieden auch wenn es um Finanzierung geht, wenn's um Ausrichtung geht.
00:20:36: in welche Richtung wollen wir gehen?
00:20:38: Mit unserer Jugendarbeit?
00:20:39: wo legen wir den Fokus drauf?
00:20:41: Das sind Entscheidungen die ein Kirchengemeinderat trifft.
00:20:44: Ich kann zwar beraten und kann meine Meinung dazu abgeben, aber eigentlich dachte ich mir es ist schon sinnvoll wenn ich in dem Gremium das entscheidet irgendwie auch tätig bin.
00:20:52: Und mich kannte das Gremiam auch vorher schon und habe dann halt irgendwann für mich gesagt da möchte ich eigentlich gerne mal rein war dann längere Zeit als Besucher da und als dann eben die Stelle frei wurde bin ich zum Kirchengemeinderat gefehlt worden.
00:21:08: Die Stelle ist links so formal!
00:21:11: Es ist ein Amt.
00:21:13: Ja, ich hatte das abends selber mal in den Zwar auf katholischer Seite.
00:21:16: Du auch auf evangelischer Seite mit allen Höhen und Tiefen.
00:21:21: Aber ich glaube auch dass es einfach wichtig ist als jugendliche junge Erwachsene dort auch vertreten zu sein und seine Meinung zu äußern und gehört zu werden.
00:21:30: Also das gehört werden kann man ja nur so semi beeinflussen aber zumindestens sich äußeren und was dazu sagen zu dem Themen die einen betreffen.
00:21:39: Das ist ein bisschen wie Fußballspiel.
00:21:43: Es gibt ganz viele Leute, die überzeugt davon sind.
00:21:46: sie wissen es besser als der Trainer wie die Mannschaft zu laufen hat.
00:21:49: Aber die Leute haben nicht mitzuentscheiden!
00:21:51: Wenn ich tatsächlich eine Auswirkung haben möchte wenn ich tatsächlich irgendwas bewegen möchte dann muss sich irgendwie auch aktiv in diesem Team sein und halt nicht nur von der Seitenlinie Kommentare abgeben Und deswegen halte ich es für sinnvoll, dass man sich eben überlegt ob man Amt antreten möchte.
00:22:07: Ob man irgendwelchen Gremien mitwirken möchte.
00:22:09: Egal ob jetzt als gewähltes Mitglied oder in beratender Funktionen.
00:22:15: aber ist es sinnvoll das mal wenn man in diesen Strukturen was verändern will auch Teil von diesen Struktur ist?
00:22:21: ja und ich denke man kann dann auch von ihnen mehr bewirken wahrscheinlich als von außen.
00:22:27: definitiv.
00:22:28: ich weiß noch ganz am Anfang als ich angefangen habe Damals gab es ein Projekt, das mir persönlich einfach ganz stark am Herzen lag und wo ich gesagt habe Ich würde gern mal einen Opfer bei einem Gottesdienst dass das für dieses projekt gespendet wird so.
00:22:44: Das ist eine ganz kleine Kleinigkeit.
00:22:47: Aber das ist was wo ich mir dachte hey ohne Großbürokratie ohne irgendwelche Schwierigkeiten.
00:22:53: Ich hab das im KGR angesprochen.
00:22:55: Ich würde das gerne einmal machen.
00:22:56: wir haben darüber gesprochen Wir haben uns die Organisation angeschaut und sagt ja können wir machen.
00:23:00: Und dann fand halt ein Gottesdienst stand, wo auch einen Vertreter von der Organisation kamen.
00:23:04: Das war damals der Arbeitskreis Leben.
00:23:07: So'n ökumenischer Arbeitskreise, der ebenfalls bei uns im Haus sitzt.
00:23:14: Vielleicht soll dich die Geschwester Caroline auch mal interviewen?
00:23:16: Kann ich
00:23:17: auch mal fragen, dir bestimmt auch Interesse dran.
00:23:19: Aber die habe ich damals angefragt ob sie sich vorstellen könnten in den Gottesdienste zu kommen und sich vorzustellen und dafür eben eine Unterstützung von uns zu bekommen in Form von einem Opfer.
00:23:29: Und es war sowas, wo ich mir dachte das geht ziemlich einfach.
00:23:32: Das geht ziemlich unbürokratisch wenn ich Teil dieser Strukturen bin.
00:23:37: Vielleicht müssen wir noch ergänzen für die Zuhörenden was der AKL macht also der begleitet Menschen entweder Angehörige oder aber auch Menschen selber in suizidalen Krisen.
00:23:48: Genau und das ist ein kommunischer Arbeitskreis Also nicht nur rein evangelisch oder katholisch der auch von evangelischer und katholischer Kirche unterstützt wird.
00:23:57: Und ich fand einfach das Thema sehr wichtig, weil es ein Thema ist, über das nicht so viel gesprochen wird, weil's natürlich auch ein sehr emotionales Thema ist.
00:24:05: Deswegen find' ich die Arbeit von denen sehr wichtig.
00:24:07: Da war halt so mein Gedanke, ähm ... Ich würd das gerne unterstützen!
00:24:10: Genau.
00:24:10: Das war halt sehr einfach.
00:24:11: dann möglich... Cool.
00:24:13: Doch schön.
00:24:14: Ja.
00:24:14: Inzwischen weiß ich, haben Sie ja eine neue Stelle, wir machen noch mehr Präventionsarbeit.
00:24:18: also gute Sache.
00:24:20: Ich glaub', die müssen wir auch mal ein, muss ich auch mal einen laden?
00:24:22: Gerne.
00:24:24: Und jetzt hatten wir es vorhin schon kurz angesprochen.
00:24:28: Du hast dieses Jahr bei der für die Evangelische Kirche Halbronn, ihr seid ja inzwischen fusioniert, kandidiert für den Kirchengemeinderat und da lesen wir auf Instagram den Satz.
00:24:38: Kirche ist keine Angelegenheit nur für ältere Menschen Es braucht auch junge Gesichter und ein Vertrauen in die nächste Generation.
00:24:46: Kannst du das vielleicht mal bisschen näher erläutern?
00:24:49: Den Satz habe ich so nicht geschrieben.
00:24:55: Wir haben es bei uns im KGR, wenn kurz vor der nächsten Sitzung das Protokoll noch nicht beim Sekretariat angekommen ist.
00:25:03: Dann liegt das immer bei mir!
00:25:05: Es liegt immer bei me!
00:25:06: Es liegen hier an den Protokolanden... Ich hab's vergessen Zeit war zu knapp ich renn wieder irgendwo irgendwas hinterher und hier war so ähnlich.
00:25:14: ich habe zwei Tage vorher Abgabelschluss gemerkt.
00:25:18: oh ich muss ja noch einen kurzen Text schreiben Und hab diesen Text geschrieben und hab darin geschrieben, dass Kirche kein reiner Altherrenverein ist.
00:25:27: Den
00:25:28: Eindruck habe ich schon auch.
00:25:30: Jemand
00:25:30: aus der Redaktion fand es ein wenig zu harsh und hat es dann ein wenig abgeschwächt was ich jetzt gar nicht schlimm fand.
00:25:38: aber ich hab's halt erst gemerkt als der Flyer ein paar Tage später rauskam und dachte mir so ja okay meine eigene Schuld ich war zu spät.
00:25:46: ansonsten muss mich noch absprechen können.
00:25:48: Aber ja, diesen Satz hab ich so nicht gesagt.
00:25:51: Ich war ein bisschen ... hausch!
00:25:54: Aber zumindest braucht es das Vertrauen in die nächste Generation?
00:26:00: Definitiv.
00:26:01: Wo denkst du, brauchts das denn besonders?
00:26:04: oder
00:26:04: wo fehlt's vielleicht auch manchmal?
00:26:07: Das eine ist wenn so'n bisschen von oben herab geguckt wird... Ja, ja, die Jungen haben ja keine Ahnung.
00:26:14: Die soll erst mal ruhig sein und ich mir denke, ich bin jetzt dreißig kriegt diese Blicke manchmal auch noch.
00:26:20: Find ich ein bisschen schwierig, weil wir leben heutzutage in der Zeit, in der junge Menschen immer mehr Zugriff auf Informationen haben indem sie ja auch zum Teil immer besser informiert sind.
00:26:31: Internet, KI, Smartphones so all das macht es möglich was ist ein bisschen Schwierigmacht zu sagen?
00:26:38: Ja die Jüngeren die haben ja keine Ahnung doch doch die haben Ahnung.
00:26:43: natürlich müssen wir immer darauf gucken, was ist sinnvoll?
00:26:47: Also wo ist es sinnvoll junge Menschen mit einzubinden und wo ist das vielleicht noch nicht sinnvoll.
00:26:53: Das ist dann wieder die große Debatte ob man's Wahlalter von achtzehn auf sechzehnt senken sollte oder nicht.
00:26:57: Das dürfen andere Personen debattieren und sich anschauen aber man sollten die Jüngeren mit ins Boot holen und man sollte mit ihnen sprechen.
00:27:05: Man sollte das was die jüngeren zu sagen haben tatsächlich ernst nehmen denn wir haben jetzt in den letzten Jahren immer vermehrt eine gewisse Zukunftsunsicherheit bei der Jugend.
00:27:16: Also früher war so klassisch, ich arbeite irgendwo, ich kann planen schon für die nächsten zehn, zwanzig Jahre wie sich mein Leben voraussichtlich entwickeln wird jetzt nach Corona, nach dem Ukraine-Konflikt und auch jetzt gerade mit der wirtschaftlichen Situation fehlt der jüngeren Generation diese Sicherheit, diese Planbarkeit und das einfach abzutun und nicht mit ihnen darüber zu reden halte ich für verwerflich und vor allen Dingen für gefährlich.
00:27:44: Danke.
00:27:44: Ja, also kann ich nun zustimmen und ... Ich hab mich jetzt gefragt, wenn du selber mitgestalten tust, machst du ja schon?
00:27:54: Und auch irgendwie so in die Zukunft blickst, hast du eine Vision wie das in Kirche anders sein könnte?
00:28:02: Ah!
00:28:03: Oder vielleicht einen Wunsch?
00:28:04: Falls jemand erwartet, dass ich jetzt den perfekten Masterplan hab.
00:28:08: Wir gehen die Punkte von A bis Z durch und dann wird's der Kirche gutgehen und wir werden keine Probleme haben.
00:28:15: Nee, den habe ich nicht!
00:28:16: Das eine ist... Wir müssen zeigen was wir tun als Kirche.
00:28:22: Früher war Kirche so der eine große soziale Träger.
00:28:25: Es gab nicht viel andere Angebote.
00:28:28: Sozialstadt war nicht soweit ausgebaut Und dementsprechend kamen die Leute mit allen möglichen Anliegen zur Kirche.
00:28:34: Heutzutage gibt es sehr viele Alternativen, es gibt sehr viele Möglichkeiten sich beraten zu lassen, sich unterstützen zu lassen und die Leute kommen deswegen nicht mehr so häufig zur Kirch.
00:28:44: und wir müssen halt nochmal genau zeigen was ist unser Profil?
00:28:48: Was machen wir?
00:28:49: Was bieten wir an?
00:28:50: das ist das eine Und das andere ist halt einfach zu zeigen, Kirche ist nicht diese Organisation aus dem, die es seit über zweitausend Jahren gibt.
00:28:59: Die schon komplett veraltet sind.
00:29:01: sonst wie sondern Kirche lebt eigentlich von den Menschen, die da sind.
00:29:05: und wenn wir eine moderne junge Kirche haben wollen dann brauchen wir moderne jungen Menschen in dieser Kirche.
00:29:12: Wenn wir eine traditionelle Kirche wollen Dann brauchen wir traditionelle Menschen aber... ...die Kirche is als Institution wandelbar Und sie repräsentiert immer das, was die Mitglieder dieser Kirche im Prinzip darstellen.
00:29:27: Deswegen finde ich es wichtig, dass man alle Bevölkerungsschichten, auch alle Altersgruppen mit an den Tisch holt und dass wir zusammen mit ihnen, bis sich die Kirche damit weiterentwickelt.
00:29:38: Damit können ja verschiedene Schwerpunkte entstehen in der Kirche.
00:29:41: Es heißt nicht nur in die eine, sondern die Vielfalt macht's aus!
00:29:48: Kirche ist ja auch nicht nur so, Sonntags ist Gottesdienst.
00:29:52: Sondern Kirche das ist Jugendarbeit, das ist Kirchenmusik Das sind silzorgerische Angebote.
00:29:58: Das sind aber auch Sakramente, das sind Themen wie Taufe und Beerdigung zum Beispiel wo muss den Leuten sehr wichtig ist dass ein Pfarrer mit dabei ist.
00:30:08: also kirche ist nicht nur sonder Gottesdienst sondern kirche is bereits sehr vielfältig in der Art und Weise was wir anbieten und was für Möglichkeiten es gibt Um daran teilzunehmen, man muss nur gucken was einem gefällt und worauf man Lust und Zeit hat.
00:30:23: Vielen Dank!
00:30:24: Ich glaube das ist ein gutes Stichwort und ein gutes Schlusswort.
00:30:28: Vielen dank Daniel dass du da warst, dass du uns von deinem Engagement erzählt hast, von der Wohnraumoffensive aber jetzt auch von deiner... Von deinem kirchlichen Engagement.
00:30:39: Und ja ich denke wir werden uns bestimmt noch öfter über den Weg laufen.
00:30:43: Wir hören uns zumindestens.
00:30:45: ich höre euch bald wieder Und danke dir ganz herzlich und freue mich, mit dir auch weiterhin unterwegs zu sein.
00:30:54: Gerne!
00:30:55: War interessant mal an so einem Podcast teilzunehmen.
00:30:57: Habe ich es so noch nicht gemacht?
00:30:58: Ich gebe dann mal den Staffelstab weiter an den nächsten Teilnehmer und wünsche euch allen noch einen schönen Tag.
00:31:06: Ciao!
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